Über uns

Kurzgesagt: 1998 mit einem Vater-Sohn Tag von der Familie Krüger gegründet – Mittlerweile mit ca. 140 +Mitarbeiter Pfadfindern einer der größten Stämme im REGP – Partnerschaft mit der Stadt Kotchia Konadi in Indien – Sommerlager in der Nordsee, im Harz und an vielen anderen Orten. – Fahrten nach Indien,Tanzania, Estland, Schweden, Eifel, Harz..

Langgesagt: Pfadfinderarbeit: Lernen durch tun
Um Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen geht es dem Stamm der Breklumer Pfadfinder in ihrer Arbeit. Jugendlichen soll hier eine Perspektive gezeigt werden. Grenzen sollen überschritten werden und man soll lernen, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Was einmal zu der Pfadfinderbewegung werden sollte, hatte sich der Gründer wohl nicht träumen lassen. 1907 startete der fünfzigjährige Lord Robert Baden Powell, seine Friedensbewegung gegen den Krieg – die Pfadfinder. Der hoch gradierte General kämpfte selber in Afrika und Indien in den britischen Kolonien und erlebte den Krieg hautnah mit. Seine Verdienste und Auszeichnungen für sein Handeln machten ihn bei seiner Rückkehr nach England zu einem gefeierten Kriegshelden. Aber anstatt diesen Ruhm zu genießen hatte B.P. (sprich Bi Pi), die Nase voll von dem Krieg, den er als „gottlos und unheilig“ abstempelte. Für ihn zählte jetzt seine im Krieg erhaltenen Erfahrungen über Jugendliche umzusetzen. Denn in seiner Dienstzeit als Soldat beobachtete er viele Jugendliche und Kinder. So erkannte er nicht nur ihre damals völlig unterschätzten Fähigkeiten, sondern entdeckte auch eine hervorragende Möglichkeit Kriege zu verhindern, indem „junge Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener Rassen und verschiedener Religionen so früh wie möglich als Freunde zusammengeführt werden.“ Aus diesem Gedanken der Friedensbewegung sollte später die weltweit größte Jugendbewegung herauskommen, in der seine neuen Erziehungsmethoden, die heute Gang und Gebe sind, angewendet wurden.

Der Pfadfinderstamm Rüm Hart (Weites Herz) aus Breklum zählt bis heute ca. 130 Mitglieder. Der Stamm gehört dem Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP) an und bildet zusammen mit etwa 60 weiteren Stämmen eine große Einheit. So wie der Ring aus Stämmen besteht, baut sich der Stamm aus einzelnen Sippen auf. Dies sind kleine Kindergruppen, von denen es zurzeit neun im Stamm Rüm Hart gibt. Das Alter der jungen Pfadfinder (Wölflinge) beträgt hierbei zwischen 7 – 11 Jahre und macht den größten Teil der Pfadfinder aus – so ungefähr 90 Kinder. Geleitet werden die Wölflinge von den Sipplingen und Helfern (12 – 16 Jahre) und den erwachsenen Pfadfindern. Mit der Aufteilung des Stammes in Kleingruppen bezweckte Baden Powell, „dass möglichst vielen Mitgliedern Verantwortung“ übertragen wird. Jeder ist Teil eines Ganzen und trägt dazu bei, dass seine Sippe eine gute Sippe ist. Neben der Verantwortung fördert und fordert die Sippe die Zuverlässigkeit, die Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen der Mitglieder, so wie die Zusammenarbeit im Team. Learning by doing – Lernen durch tun – ist dabei das Schlagwort für die Arbeit und die Wissensvermittlung in den Gruppen. Das heißt sich Dinge zu zutrauen, Fehler zu machen und diese zu korrigieren und aus Erfahrungen zu lernen. In den meisten Gruppenstunden wird daher nicht auf Theorie gesetzt, sondern auf Spiel und Spaß. Dabei werden die Sipplinge, als Helfer in den Gruppen eingesetzt, um gleich praxisnahe Erfahrung zu sammeln. Vermittelt wird in den Gruppenstunden, die Freitags von 15.00 Uhr – 16.30 Uhr stattfinden, praktisches handwerkliches Wissen, wie Natur, Orientierung, Ernährung, Errichten von Bauten und Nothilfe leisten (Rettungsschwimmer und Erste Hilfe). Dies ist aber nur das nebensächliche Ziel der Pfadfinderarbeit. Das Hauptziel liegt darin, den Kindern und jungen Menschen Mut zu machen mit Gott zu leben, ihm zu vertrauen und im Glaube zu wachsen. Deshalb wird genau so wie das praktische Wissen auch das Wissen über biblische Zusammenhänge, die für die Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen und der Schöpfung wichtig sind vermittelt. Dazu gehören biblische Erzählungen, Bibelstudium und biblische Anspiele und Andachten, die instrumental begleitet werden. Unter dem Gesichtspunkt der missionarischen Ausrichtung beteiligt sich der Stamm an den Missionsfesten in Breklum, Högel und Vollstedt. Außerdem hat der Stamm über die Gemeinde Breklum Kontakt zu der indischen Partnergemeinde Kochia Konadi und zu einer Afrikagemeinde in Hamburg. Innerhalb des Stammes beschließt die Roverrunde wann, wo und wie die nächsten Pfadfinderaktionen stattfinden. Die Roverrunde besteht aus den Sipplingen und erwachsenen Pfadfinder, die sich monatlich in privaten Häusern treffen. Des Weiteren gibt es die Sipplingswochenenden, an denen sich die Sipplinge treffen, um gemeinsam über Themen zu diskutieren, sich fort zu bilden und die Gemeinschaft und Spiele zu genießen. Dafür werden oft Referenten eingeladen. Im Ring engagiert sich der Stamm Breklum an allen möglichen Aktivitäten, wie zum Beispiel den Kirchentag und die Helferschulungen (I – III). Letztere werden vorausgesetzt, damit Sipplinge Helfer und Leiter werden können.

Download der REGP Lutherrose